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Naturnahe Außengestaltung im Bereich Wohnbau

Biosphären-Saatgut im Einsatz

Eine naturnahe Gestaltung von Grünflächen kommt Wildbienen und anderen Insekten aber auch verschiedenen Vogelarten zugute. Das Wildbienenprojekt der Biosphären-Verwaltungsstelle zielt darauf ab, solche arten- und strukturreichen Flächen gemeinsam mit Partnern in der Region umzusetzen. In Zusammenarbeit mit der Wohnbauwerk im Berchtesgadener Land GmbH und der Landschaftsgärtnerin Kerstin Tusl, wurde bei einer Wohnanlage in Piding eine regionale Blühwiese angelegt. Das Wohnbauwerk ist bestrebt, bei ihren Außenflächen heimische Pflanzen und Bäume einzusetzen, blühende Hecken als Nahrung für Vögel zu pflanzen und verstärkt Blumenwiesen statt Rasenflächen anzulegen. „Dabei steht nicht nur der ökologische Gedanke im Vordergrund, sondern auch die damit verbundene Steigerung der Wohnqualität für die Mieterschaft“, so Florian Brunner, Geschäftsführer der Wohnbauwerk im Berchtesgadener Land GmbH. „Bei der Anlage einer naturnahen Außenfläche kommt es auf die richtige Pflege an, wie beispielsweise die Wiese nur zwei Mal im Jahr zu mähen sowie auf Kunstdünger und Pestizide zu verzichten. Langfristig führt das auch zu einer Einsparung der Pflegekosten.“

Für Teile des Außengeländes wurden Biosphären-Wiesensaatgut und regionale Wiesenblumen wie beispielsweise Glockenblumen, Flockenblumen, Skabiosen und Margeriten verwendet. Die Einsaat bzw. Einpflanzung fand bereits im Frühjahr statt, jetzt sind erste Erfolge sichtbar. Diese Art von Wiese braucht zwar länger, bis sie sich etabliert hat und wirkt anfänglich für den Betrachter manchmal eher wie Wildwuchs. Nach ein, zwei Jahren stellt sich dann aber ein sehr blüten- und artenreicher Lebensraum mit hohem ökologische Wert ein.

„Es ist schön zu sehen, dass das Netzwerk rund um das Biosphären-Saatgut und das Wildbienenprojekt weiterwächst. Bereits viele regionale Akteure unterstützen unser Vorhaben und leisten einen sehr wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Berchtesgadener Land. Dass neben kommunalen und betrieblichen Flächen, Vereins- und Schulaktivitäten sowie dem Engagement von Privatpersonen auch im Bereich des Wohnbaus die naturnahe Außengestaltung in den Fokus rückt, ist eine erfreuliche Entwicklung. Gerne unterstützen wir hier im Rahmen unserer Möglichkeiten die Umsetzung“, so Dr. Peter Loreth, Leiter der Biosphären-Verwaltungsstelle.




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Rolf Gerlach
UNESCO Biosphärenreservat Berchtesgaden
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