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Unser Biosphärentipp

Lebensraum schaffen für echte Verwandlungskünstler: Amphibien im Sommer

Jeder kennt die Laichwanderungen von Fröschen, Kröten und Molchen im zeitigen Frühjahr, aber was machen diese faszinierenden Verwandlungskünstler im Sommer? Die aus winzigen Eiern geschlüpften Kaulquappen haben nun etwa drei Monate im Wasser gelebt und mit Kiemen geatmet. Jetzt kommt es zu einem kleinen Wunder: der Metamorphose - die Kaulquappen verwandeln sich zu Lebewesen mit Beinen und Lungen.

Die winzigen Erdkröten verlassen dann bevorzugt an regnerischen Sommertagen zu Tausenden gleichzeitig die Teiche und Tümpel. Früher sagte man dazu: „Es regnet Frösche“. Auch die Grasfrösche klettern nach der Verwandlung an Land und ernähren sich von nun an von Würmern, Schnecken und Käfern. Der Teichfrosch hingegen bleibt im Wasser und erbeutet mit seiner klebrigen Zunge kleine Tiere, die sich in seine Nähe wagen.

Ganz anders lebt der streng geschützte Laubfrosch. Er ist klein, grün und überraschend laut. Die nur ca. 4 cm großen Männchen können dank ihrer großen Schallblase eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen - lauter als ein PKW! Der Laubfrosch liebt das Sonnenbaden auf grünen Blättern der Büsche und Bäume. Dank der Haftscheiben an seinen Füßen kann der einzige Baumfrosch Mitteleuropas ausgezeichnet klettern.

Elf der 20 in Bayern vorkommenden Amphibienarten sind bereits stark gefährdet. Aktiv zum Schutz von Fröschen, Kröten und Molchen kann man beitragen, indem man Amphibienwanderungen ermöglicht, auf dem eigenen Grundstück kein Gift spritzt und strukturreiche Kleingewässer erhält oder sogar neu anlegt. Eine gute Bestimmungshilfe für Amphibien findet man z.B. hier:
www.bund-naturschutz.de/Bestimmungshilfe_Amphibien_Bayerns.pdf




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Rolf Gerlach
UNESCO Biosphärenreservat Berchtesgaden
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