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Nachhaltig Wirtschaften

Aktionsplan von Lima
Sechzehn deutsche Regionen sind derzeit von der UNESCO im Rahmen ihres Programms "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Für die Jahre 2016 bis 2025 koordiniert der global vereinbarte Aktionsplan von Lima Maßnahmen für das Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate. Der Aktionsplan dient der konkreten Umsetzung der MAB-Strategie 2015 bis 2025. Der Aktionsplan von Lima ist ein verbindliches Dokument, zu dem sich die Mitgliedsstaaten der UNESCO in einem Beschluss des UNESCO-Exekutivrats im Oktober 2016 explizit bekannt haben. Seine Umsetzung wird unter anderem im Rahmen der periodischen Evaluierung überprüft werden.

Umsetzung der Maßnahmen
Der Aktionsplan von Lima, seine Ziele und zugehörigen Maßnahmen richten sich an verschiedene Stellen, die auf jeweils unterschiedlichen Ebenen Verantwortung tragen. In Deutschland sind dies insbesondere die Bundesländer mit den von ihnen eingerichteten und unterhaltenen Biosphärenreservatsverwaltungen, Gebietskörperschaften, Unternehmen und Hochschulen in den Biosphärenreservaten, die Kooperationsstruktur der "Arbeitsgemeinschaft der Biosphärenreservate Deutschlands (AGBR)", Europarc Deutschland als Dachverband der Großschutzgebiete, das MAB-Nationalkomitee, verschiedene Bundesministerien sowie die Deutsche UNESCO-Kommission.

Förderung nachhaltigen Wirtschaftens in der Biosphärenregion
Biosphärenreservate haben durch die UNESCO-Auszeichnung verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Für einige dieser Aufgabe wird explizit die Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Biosphärenregion genannt bzw. Unternehmen in der Gebietskulisse der UNESCO-Biosphärenreservate als eigene Adressaten aufgeführt. Gemeint sind damit privatwirtschaftliche, öffentliche wie auch gemeinnützige Unternehmen und Genossenschaften. Unternehmen können besonders wichtige Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung in allen Dimensionen ihres eigenen Handelns (Produkte und Dienstleistungen, Produktion, Mitarbeiterschaft, Investoren, Zulieferung) leisten. Unternehmen in Biosphärenreservaten sind in besonderem Maß dazu aufgerufen, zu Vorreitern für grüne bzw. nachhaltige bzw. sozialwirtschaftliche Initiativen im eigenen Unternehmen und in der Gesellschaft zu werden und eigenen nicht nachhaltige Praktiken abzuschaffen. Unternehmen haben über ihre Kommunikationsmöglichkeiten mit Kunden und Mitarbeitern auch eine besondere Verwantwortung, die Ziele nachhaltiger Entwicklung und des Biosphärenreservats öffentlich zu kommunizieren. Sie können durch Partnerschaften mit den Verwaltungsstellen der Biosphärenreservate deren Arbeit unterstützen, projekbasiert oder strukturell. Unternehmen sollte geeignete Angebote der Verwaltungsstellen der Biosphärenreservate aufgreifen. Gerade über Netzwerke von Partnerbetrieben können sich Unternehmen besonders langfristig und sichtbar engagieren.

(obenstehender Text: Auszüge aus dem Positionspapier zum Aktionsplan von Lima des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ des MAB-Nationalkomitees)



Visitenkarten als Microformate

Rolf Gerlach
UNESCO Biosphärenreservat Berchtesgaden
Rolf.Gerlach@reg-ob.bayern.de
Salzburger Str. 64
83435 Bad Reichenhall, Bayern, Germany
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+49.8651/773-111