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Unser Biosphärentipp

Wenn die Nacht zum Tag wird - Lichtverschmutzung eindämmen

Lichtverschmutzung durch nächtliches Kunstlicht ist eine noch recht unbekannte Problematik. Die Nächte werden in Europa jedes Jahr um 6% heller, da immer mehr zu Werbe- oder Freizeitzwecken und nicht mehr ausschließlich aus Sicherheitsgründen beleuchtet wird.

Dies hat Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Tiere. Die Liste der Negativ-Folgen durch Lichtverschmutzung ist lang: Der Verlust wichtiger, bestäubender Insekten, die des Nachts bis zur letalen Erschöpfung ins Licht fliegen und die Beeinträchtigung unserer eigenen Gesundheit, durch eine Störung des Tag-Nacht-Rhythmus zählen zu den gravierendsten. Gegen überflüssige Lichtemissionen kann man jedoch ganz einfach etwas tun!

Bei der Außenbeleuchtung beispielsweise erzielt man mit nur wenigen Anpassungen einen großen Effekt: Zum einen sollte statt einer sehr hellen eine möglichst schwache Lichtquelle verwendet werden und falls wirklich nötig, lieber ein paar mehr. Die Lichtfarbe der ausgewählten Lampen sollte dabei warm und gelb statt weiß und grell sein. Montiert man zudem die Lichtquelle möglichst niedrig und richtet man sie gen Boden aus, werden Streulicht und Blendung reduziert. Zuletzt bleibt aber immer noch die Frage der Notwendigkeit: Muss z.B. der Weg im Garten auch nachts beleuchtet sein, während man schläft? Hier eignen sich Zeitschaltuhren, um überflüssige Lichtemission in der Nacht zu vermeiden.

Mit diesen kleinen Anpassungen schont man nicht nur Flora und Fauna, sondern auch seinen Geldbeutel, indem man Energie einspart. Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter www.paten-der-nacht.de




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Rolf Gerlach
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