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Wissenschaftlicher Hintergrund

Auch wenn sich naturgestützte Angebote aktuell in den Medien großer Aufmerksamkeit erfreuen, gibt es zur Wirksamkeit solcher Angebote bislang nur sehr wenig wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse. Gleichwohl haben die Methoden eine lange Vergangenheit, und die vorhandene Forschung zur Wirkung von Natur spricht dafür, dass hier ein hohes Heilungspotential vorliegt (z.B. Cox at al., 2017).
So ist der Mensch Teil der Natur und fühlt sich mit ihr auch genetisch verbunden, wie die „Biophilia-Hypothese“ von Edward Wilson und Stephen Kellert postuliert (Kellert & Wilson, 1993; Wilson, 1984). Das Erleben von Natur, Achtsamkeit in der Natur und die Verbundenheit mit ihr haben einen positiven Einfluss auf das eigene biopsychosoziale Wohlergehen. Dies bestätigen Einzelstudien (Howell & Passmore, 2013; Kals, Schumacher & Montada, 1999; McMahan & Estes, 2015; Sandifer, Sutton-Grier & Ward, 2015), die in Überblicksarbeiten zusammengefasst werden (Kals, 2014). Zudem fördert es die Aktivierung naturschützender Normen und Werte sowie entsprechende naturschützende Handlungsbereitschaften und Engagements (Müller, Maier & Kals, 2013; Müller, Kals & Pansa, 2009).
Insgesamt sprechen theoretische Überlegungen und die vorhandenen empirischen Daten gleichermaßen dafür, dass sich positive Erfahrungen mit der Natur förderlich auf die biopsychosoziale Gesundheit und auch auf naturschützende Engagements auswirken.



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Rolf Gerlach
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